San Bernardino ist eine Kleinstadt und
Distrikt im
paraguayischen
Departamento
Cordillera, rund 50 Kilometer von
Asunción entfernt.
Die Stadt wurde am 24. August 1881 von deutschen Siedlern gegründet und
hat 10.176 Einwohner (Schätzung der Stadtverwaltung 2007). Ursprünglich hieß
die Stadt Nueva Bavaria (Neubayern), wurde aber nach dem
Ersten Weltkrieg nach dem General und Präsidenten Paraguays
Bernardino Caballero benannt. Die Flagge der Stadt entspricht mit ihren
horizontalen Balken in schwarz, rot und gelb praktisch der
Flagge Deutschlands.
Aufgrund der Lage am Ostufer des
Ypacaraí-Sees ist San Bernardino ein bedeutendes Urlaubsziel für die
einheimische Bevölkerung. Viele wohlhabende Paraguayer besitzen ein
Ferienhaus in San Bernardino, welches jedoch in der Regel nur in den
Sommermonaten Dezember bis Februar genutzt wird. Die Architektur der
Ortsmitte wird geprägt von teils heruntergekommenen Gebäuden aus der
Gründungsphase und Ferienhäusern des 20. Jahrhunderts, vermischt mit
einzelnen Hotelanlagen und Gastronomiebetrieben. An der Hauptzufahrtsstraße,
Ruta General Morínigo, befindet sich eine Vielzahl von meist nur
saisonal geöffneten Diskotheken, einfachen Restaurants und Clubanlagen.
An Sommerwochenenden strömen bis zu 20.000 Gäste nach San Bernardino,
welches sich auch als Capital del Verano (Hauptstadt des Sommers)
bezeichnet.